-Ein Treffen der Rekorde und Superlative-

Das nun schon zu einer alljährlichen Tradition gewordene Kurkindertreffen fand in diesem Jahr im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz statt, und es war ein Treffen der Superlative. Es ging tief hinein in einen Berg und hoch hinaus auf das Dach der Republik. Es waren so viele ehemalige Kurkinder, wie noch nie, bei einem Treffen.

Los ging es Freitag, den 22.09.2017, am frühen Abend auf dem 831 m hohen Pöhlberg oberhalb von Annaberg-Buchholz. Zu einem Sektempfang bei herrlicher Aussicht begrüßten die Organisatoren Silvana und Olaf die ersten 41 Kurkinder, deren Angehörige und auch einen ehemaligen Betreuer (Hr. Richter). Im dortigen Restaurant gab es dann bei Speisen und Getränken die ersten Gespräche. Als Überraschung war dann noch ein „Erzgebirgstest“ zu bewältigen. Kurkind Heidi bereitete einen Fragebogen vor, wo man sich in erzgebirgischer Mundart auskennen und erzgebirgische Helden kennen sollte, wie zum Beispiel Jens Weißpflog und Karl Stülpner. Große Lacher waren bei der Auswertung, vor allen Dingen auf dem Gebiet „Mundart“, zu hören. Trotzdem haben einige Kurkinder den Test sehr erfolgreich bestanden und haben das lebenslange Einreiserecht in das Erzgebirge und Preise erhalten.

Am Samstagmorgen (23.09.2017) trafen sich dann 46 Teilnehmer an der Annenkirche zu einem Stadtrundgang unter prominenter Führung durch das mittelalterliche Bürgermeisterpaar. Wir lernten viel Interessantes aus der Geschichte von Annaberg-Buchholz kennen und trafen auf historisch wichtige Persönlichkeiten von Annaberg in mittelalterlichen Gewändern, wie zum Beispiel den Rechenmeister Adam Ries, die Unternehmerin Barbara Uthmann und den Kirchenmann und Ablasshändler Johannes Tetzel. Amüsant war es in jeder Hinsicht.

Am Vormittag wartete am Marktplatz dann ein Bus auf uns. Durch malerische Landschaften des Erzgebirges machten sich 45 Teilnehmer auf den Weg in das Schaubergwerk Zinnkammern Pöhla. Dort wurden wir „gut behütet“ und unter fachkundiger Anleitung durch das Bergwerk geführt. Interessantes gab es zu erfahren über den Uranerzabbau und über den Abbau vieler anderer im Berg schlummernder Bodenschätze und natürlich die schwere Arbeit des Bergmannes. Ein kultureller Höhepunkt war dann der akustische Test in den Zinnkammern, wo das Kurkind Stefan P.-R. einen Trinkkanon von Mozart („Freunde lasset uns beim Zechen…“) zum Besten gab und begeistert vom Klang in den Zinnkammern war. Zur Stärkung gab es dann es ein leckeres Büffet mit Schnittchen und Getränken in der Tiefe des Berges. Das Bergwerk verlassend und das Tageslicht wieder genießend entstand dann das erste Gruppenfoto vor dem Wahrzeichen des Bergwerkes.

Im Anschluss ging es dann mit dem Bus weiter auf das „Dach der Republik“, den 1215 m hohen Fichtelberg. Herrliche Aussichten in alle Richtungen bei bestem Wetter genießend entstand dann das nächste Gruppenbild

Aus luftiger Höhe fuhren wir dann wieder hinab nach Annaberg-Buchholz, wo es dann am Abend in der Gaststätte „Frohnauer Hammer“ zu unserem „Kerntreffen“ kam. Hier trafen sich dann rekordverdächtige 52! ehemalige Kurkinder und Betreuer und deren Angehörige. Insgesamt waren bei diesem Treffen 7 Neue Kurkinder und Betreuer zum ersten Mal dabei. Auch ein Rekord.

Weiter am Abend bei Gesprächen, Bilder zeigen und ebenso leckeren Speisen und Getränken der erzgebirgischen Küche lauschten wir den Liedern auf dem Akkordeon und Gedichten des Erzgebirgsbarden Jörg, der für eine tolle Unterhaltung, viele Lacher und prima Stimmung sorgte.

Am späten Abend fand dann die Staffelstabübergabe für das 10. Kurkindertreffen 2018 statt. Kurkind und Organisatorin Silvana übergab den Staffelstab an die Thüringer Kurkinder Doreen, Birgit und Uta.

Das 10. Kurkindertreffen 2018 wird vom Freitag, 21.09.-Sonntag, 23.09.2018 in Erfurt  stattfinden.

Am Sonntagmorgen (24.09.2017) trafen sich dann die letzten 33 noch in Annaberg verbliebenen Kurkinder zum einem Abschiedsfrühstück im Kaffee „Roscher“. Letzte Gespräche und Pläneschmieden bei Kaffee und belegten Brötchen rundeten das gesamte Treffen ab.

Das sehr gelungene und wunderbare Treffen der Rekorde und Superlative war zu Ende. Mit großer Wehmut, aber vielen schönen Erinnerungen und Vorfreude auf das nächste Treffen, begaben sich gegen Mittag dann alle Kurkinder auf die Rückfahrt in ihre Heimatorte.

Stefan Peter-Roloff