Das 8. Kurkindertreffen 2016 in Brandenburg an der Havel
Rückblick und Ausblick

Vom 23.09. bis 25.09.2016 trafen sich. in der Stadt Brandenburg (nun bereits zum 8. Mal) wieder eine große Anzahl ehemaliger DDR-Kurkinder, die zwischen 1968 und 1990 sowohl in Veli Lošinj (damalige SFR Jugoslawien, heute Kroatien), als auch in Kyperounda (Zypern) mehrere Wochen zu einer Klima- und Heilkur weilten.

Wieder war es ein wunderbares Treffen mit sehr vielen nachhaltigen Eindrücken, sowie sehr vielen neuen Gesichtern und anregenden Erinnerungsaustausch in vielen Gesprächen.

Los ging es am Freitagabend mit dem ersten Zusammentreffen im Cafe’ Herzschlag. Hier trafen sich in einem wunderbaren Ambiente die ersten 30 Kurkinder und ihre Angehörigen zu ersten Gesprächsrunden bei kühlen Getränken und leckeren Speisen. Bis in den späten Abend war das „Aber Hallo?“ und „Weißt Du noch?“ die häufigsten Worte.

Am nächsten Tag, am Samstag, trafen wir uns morgens auf dem Neustädtischen Markt zu einer Erkundung unter Leitung einer sehr kündigen Stadtführerin. Hier waren bereits 35 Kurkinder und Angehörige dabei. Vorbei ging es an vielen historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt, bei welchen immer wieder der bekannteste Sohn der Stadt, Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, der ja in Brandenburg geboren ist und Ehrenbürger der Stadt ist, eine große Rolle spielte. Wir trafen auf die bekannte Loriot-Figur „Herr Müller-Lüdenscheid“ in Holz, auf die unweigerlichen „Waldmöpse“ und natürlich auch vorbei an Loriots Taufkirche St. Gotthardi.

Im Anschluss am Mittag folgte mit 33 von uns eine rund 2stündige Fahrt mit zwei Ausflugsbooten über die Havel und zum Beetzsee. Mit kroatischen Getränken und Selbstgebackenen für das beste leibliche Wohl gesorgt, erkundeten wir die Stadt von der Wasserseite aus. Anschließend am Nachmittag ging es in den Westen der Stadt zum Industriemuseum auf dem Gelände des ehemaligen Stahl- und Walzwerkes Brandenburg. Dort besichtigen 28 von uns unter sehr kundiger Leitung eines Museumsführers und ehemaligen Mitarbeiters des Stahlwerkes den letzten erhaltenen von ehemals 12 Siemens-Martin-Hochöfen. Die gigantischen Ausmaße der Anlage waren beeindruckend. An dieser Anlage entstand dann auch das Gruppenbild des diesjährigen Kurkindertreffens.

(www.kurkinder.de) 

Gruppenbild im Industriemuseum (ehemaliges Stahl- und Walzwerk Brandenburg)

 

Zum Abend haben sich dann 40 von uns sowie 1 MDR-Journalistin zum so genannten Kerntreffen in der Gaststätte „Kartoffelkäfer“ versammelt. Wieder bei kühlen Getränken und einem wunderbaren Büffet tauschten wir unsere Erinnerungen aus in Form von mitgebrachten Souveniren, Fotos und Andenkenheften. Neuere und ältere Bilder waren über einen Beamer zu besichtigen. Die MDR-Journalistin befragte einige von uns zu unseren Erinnerungen und sammelte dabei sehr viel Material für eine Reportage.

Während des Abends wurde auch ein Vorschlag gemacht, ein Dankesschild am ehemaligen Sanatorium mit „Liebesschlössern“ versehen anzubringen. Der Vorschlag fand einmütige Zustimmung. Das Schild wird dann in den nächsten Tagen von einem nach dort reisenden Kurkind angebracht.

(www.kurkinder.de)

Dieses Schild wird in den nächsten Tagen am ehemaligen Sanatorium angebracht.

 

Am späten Abend berieten wir über den Ort des nächsten Kurkindertreffens. Dabei wurde in einer sehr spannenden Stichwahl zwischen Wernigerode und Annaberg-Buchholz abgestimmt. Annaberg-Buchholz gewann. Der Staffelstab wurde von den Ausrichtern des Brandenburger Treffens (Familie Schütt) an Sylvana und Olaf aus dem Erzgebirge übergeben. Das nächste, das dann 9., Kurkindertreffen findet vom 22.09.-24.09.2017 in Annaberg-Buchholz statt. Diesen Termin sollte man dann unbedingt schon mal vormerken.

(www.kurkinder.de)

Übergabe des Staffelstabes von Familie Schütt an Sylvana und Olaf


Schon spät in der Nacht verließen wir dann das Lokal gut gestimmt und gelaunt und voll mit neuen intensiven Eindrücken.
Am Sonntagmorgen trafen sich dann 27 von uns noch zum traditionellen Abschiedsfrühstück im Cafe’ „Javisst“. Ein rekordverdächtiges Treffen ging zuende. Letztendlich haben 40  ehemalige Kurkinder und Angehörige an diesem Treffen teilgenommen, davon waren - und das war auch Rekord - 8 "Neulinge".

Mit einem weinenden Auge des Abschieds und einem lachenden Auge der Vorfreude auf das nächste Wiedersehen beim 9. Kurkindertreffen in Annaberg-Buchholz oder vielleicht auch in Veli Lošinj verließen die meisten von uns gegen Mittag dann Brandenburg an der Havel und kehrten in unsere Heimatorte zurück.


Stefan Peter-Roloff